Indische Gemeinde

Anfang der sechziger Jahre kamen die ersten Inderinnen und Inder aus Kerala/Südindien nach Deutschland. Sie folgten der Einladung deutscher Bischöfe, um hier in Pflegeberufen, in denen damals ein großer personeller Mangel bestand, eine Ausbildung zur Krankenschwester zu beginnen.

Schon sehr bald erkannte der damalige Kölner Erzbischof Kardinal Frings die Notwendigkeit einer besonderen seelsorglichen Betreuung. Daher bestellte er Pater Werner Chakkalakal CMI, der schon seit Ende 1950 in Köln lebte, zum geistlichen Begleiter für die Ordensschwestern und die Inderinnen. Als Pater Werner Chakkalakal CMI im Herbst 1969 Deutschland verließ, ernannte Kardinal Höffner am 23. August 1969 Pater Jerome Cherussery CMI zum ersten Seelsorger für die Inder (www.indischegemeinde.de). Damals feierten die Seelsorger (des syromalabarischen Ritus) Gottesdienste im syromalaba-rischen Ritus. Im Laufe der Zeit erkannten die Gläubigen unserer Gemeinde die Notwendigkeit, die Hl. Messe im lateinischen Ritus in der Muttersprache zu feiern.

Seit 2002 begannen die Inder des lateinischen Ritus in verschiedenen Gemeinden des Erzbistums Köln die Hl. Messe in ihrer Muttersprache zu feiern mit der Unterstützung des Vereins „Latin Catholic Association.“

Im September 2013 wurde ich, P. Rockson Chullickal OCD, von Kardinal Meissner zum ersten Seelsorger der indischen Katholiken (Lateiner) im Erzbistum Köln ernannt. Seitdem haben wir, die indischen Katholiken (die Lateiner) eine eigene Seelsorgestelle im Erzbistum Köln. Unsere Gemeinde besteht aus fast 400 Mitgliedern. Seit April 2014 feiern wir regelmäßig am 4. Sonntag des Monats um 16.30 Uhr den Gottesdienst in der Kirche St. Theresia, Köln-Mülheim. Weil wir zum lateinischen Ritus gehören, feiern wir die Hl. Messe wie üblich in deutschen Gemeinden, mit einem einzigen Unterschied: in unserer Muttersprache Malayalam. Also sind Sie alle herzlich eingeladen, mit uns die Hl. Messe zu feiern!

Wir, die indischen Katholiken des lateinischen, des syromalabarischen und des syromalankarischen Ritus, sind zwar gut vernetzt. Doch jede Gemeinde behält ihre Eigenständigkeit.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Herrn Pfarrer Dölle und bei allen Mitgliedern der Gemeinde Derendorf-Pempelfort für Ihre große Gastfreundschaft bedanken.

P. Rockson Chullickal OCD