DSCF8628 (c) Eva Koch

Ich komme, euch zu sehen - der unbekannte Prophet, der zweite Jesaja

Predigtreihe in der Adventszeit 2017 zu Texten des Propheten Jesaja

sonntags, 18.00 Uhr Kirche Sankt Rochus

Die diesjährige Adventszeit steht unter dem Wort: Ich komme, Euch zu sehen.
In dieser Zeit wollen wir Sie ermutigen und herzlich dazu einladen, sich in unterschiedlicher Weise dem Kommen und Ankommen zu stellen und sich davon treffen und betreffen zu lassen.
In den Kapiteln des Jesajabuches 40-55 verbergen sich eine große Anzahl von Texten, die bekannter sind als ihr Autor, dessen Name unbekannt ist.
Jesaja 2 ist der große unbekannte Prophet, den man in späterer Zeit als den Propheten schlechthin nennt. Eindeutig ist, dass er in der letzten Phase des babylonischen Exils gewirkt hat, dessen Ende er sieht. Am Horizont erscheint der persische König Kyros, der als Retter der unterdrückten Völker gesehen wurde. Jesaja nennt ihn sogar schon den Gesalbten Gottes. Von ihm erhofft er die Befreiung und die Heimkehr Israels. Jesaja wurde in Babylon geboren und hat unter den deportieren Israeliten gelebt. Die Mehrzahl seiner Worte richtet sich an sie.

Die Heils- und Erlösungsworte werden verkündet, nachdem der Betende seine Klage und Bitte vor Gott gebracht hat. Genauer handelt es sich um eine Botschaft im 'Jetzt' der Erscheinung Gottes. Die Gewichtung liegt hier auf den Worten: 'Fürchte dich nicht. / Ich helfe Dir.' Es sind geradezu Weckrufe an diejenigen, die nichts mehr, die keine Veränderung zum Besseren mehr erwarten. Ihnen gilt die Heilsbotschaft: Gott wird helfen, weil Gott ein Herz für sie hat, weil er in einer innigen Beziehung zu ihnen steht. Gott hat sie nicht vergessen. Er hat sie bei ihrem Namen gerufen, sie bleiben die Seinen, er hat sie erwählt. Jetzt geschieht es, jetzt kündigt sich der bevorstehende Umschwung der Verhältnisse an, ja, jetzt schon beginnt er. Dass Gott erlöst, wird damit  begründet, dass er der Schöpfer ist. Weil Gott Israel geschaffen hat, wird er es neu schaffen, indem er es erlöst. Nichts und niemand wird Israel etwas anhaben können, nicht einmal Wasser und Feuer, die elementaren Naturkräfte mit ihren besonders großen Gefahren. Das ist seine große Verheißung, sein großer Segen, die Vision des großen Shaloms: Wer Gott angehört, kann unbesorgt und beherzt durch Angst und Schrecken und alle Bedrohungen in Welt und Leben gehen. GOTT WIRD SICH ALS HELFER ERWEISEN. Er kommt, um uns zu sehen, er greift ein, er sammelt, was zerstreut ist, findet, was verloren gegangen ist. Es gibt nämlich nur einen einzigen freien Entschluss Gottes – zu verzeihen, zu heilen und neues, und größeres, ja, ein alle Völker und alle Zeiten erfassendes Heil zu schenken. Er kommt 'Jetzt' enthüllt, was verhüllt war, und wird sichtbar und geht strahlend auf.

Kommen wir in diesen Texten dem Messias auf die Spur, der sagt, ICH KOMME, EUCH ZU SEHEN – und den nichts und niemand davon abhält, denn er kommt mit Vollmacht.

03. Dezember: Tröstet, tröstet mein Volk (Jes 40,1-8) - Pfarrer Heribert Dölle

10. Dezember: Ich habe Dir einen Weg gebahnt (Jes 43,1-3a.16-17.18-21a) -  Pater Friedhelm Mennekes SJ

17. Dezember: Meine Gedanken sind nicht Eure Gedanken (Jes 55,1-11) - Pater Friedhelm Mennekes SJ

Eine herzliche Einladung Ihnen allen zu lauschen, zu horchen, zu erwarten, den, der kommt. Uns vorzubereiten auf die Geburt, den Anfang von allem. In den adventlichen Veranstaltungen und der Predigtreihe im Advent.

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